• Weshalb reicht die jetzige Beschneiung nicht aus?
    • Beschneiung Schwamm = tiptop…aber zu wenig Wasserspeicher.
    • Strecke Furt Gaffia ist für eine punktuelle Beschneiung ausgelegt worden. Die Rohre wurden 2004 zu klein dimensioniert, damit in der nötigen Zeit genug Schnee produziert werden kann.
    • Reservoir Adler wurde zwar 2012 von 300m3 auf 1500m3 vergrössert, ist aber immer noch zu klein. Nach 30 Stunden schneien ist das Resservoir leer.
  • Gibt es kostengünstigere Varianten?
    • Nein, nicht wenn man den heutigen Standard in der Beschneiung anwendet.
    • Ja…nein…wenn man punktuell beschneit…aber das Risiko ist zu gross und die Einsparung vs. Nutzen stehen in einem ungünstigen Verhältnis.
  • Welche Pisten werden beschneit?
    • SAC Lift, Piste Valeis, Gaffia, Mittelstation, Tritt, Schwamm, Zanuz Steilhang, Verbindungslift, Prodboden Kinderland, Übungslift Furt, Riderspark
  • Weshalb wird zuerst die Bad Ragazer Seite beschneit?
    • Seit 1958 wird das Wasser der Bölliquellen über die Laufböden in Richtung Bad Ragaz über das Wasserversorgungsnetz mit deren Überlaufeinrichtung unmittelbar über Pardiel in den Bach abgeleitet. Im Rahmen des Bewilligungsverfahren waren die hydrologischen, gewässerökologischen Gegebenheiten mit dem bestehenden Gewässerkreislauf zu berücksichtigen, was die Priorisierung der Etappierung ebenfalls stark beeinflusste. Zudem ist das zusätzliche Wasserangebot für den Bereich Schwamm/Prodboden zwingend notwendig, um den vor Jahren gesprochenen Beitrag der Gemeinde Bad Ragaz auszulösen. Steht aber die Finanzierung für beide Seiten zur Verfügung, kann auch die Strecke Twärchamm-Gaffia schneller umgesetzt werden.
  • Weshalb braucht es Geländekorrekturen?
    • Es gibt im rauhen Gebiet Stellen, welche sehr grosse Schneemengen für eine einigermassen genügende Pistenqualität benötigen. Zudem sind viele Maschinenstunden nötig…vom hohen Verschleiss nicht zu sprechen. Mit schonenden Geländekorrekturen verbrauchen wir somit weniger Energie bei der Schneeerzeugung und weniger Diesel bei den Pistenmaschinen
  • Warum können es die anderen…aber die Pizolbahnen nicht?
    • „Die Anderen“ machen auch einen guten Job, aber die Ausgangslage ist sehr unterschiedlich um einen Vergleich zu machen.
      • Bsp: Flumserberg: Die Gondelbahn von Unterterzen wurde beim Bau mit CHF 8 -9 Mio subventioniert und nun jährlich mit ca. > CHF 800’000.- unterstützt (Öffentlicher Auftrag) …die Strasse nach Tannenboden ist übrigens auch Kantonsstrasse…welche mit viel Kantonsgeldern unterhalten und betrieben wird.
      • Vals: CHF 900‘000 jährlicher Betriebsbeitrag zudem 2019 Forderungsverzicht von Darlehen in der Höhe von CHF 3.2 Mio
      • Brambrüeschbahn: Jährliche Beiträge der Stadt Chur seit 2006/07 an Investitionen von CHF 500‘000 pro Jahr und zusätzlich Betriebsbeiträge von Ø 350‘000 CHF pro Jahr = CHF 850’000 pro Jahr Zudem wurde am 19.05.2019 ein Investitionsbeitrag für den neuen Zubringer von CHF 24‘400‘000 von den Bürgern an der Urne angenommen.
      • Flims Laax Falera CASSONS AG 19.05.2019 der Souverän stimmt einem Investitionsbeitrag von CHF 20 Mio für eine neue Gondelbahn in der Weissen Arena zu.
      • Elm Investitionsbeitrag von Kanton GL von CHF 8.56 Mio an das nicht bewilligte Beschneiungsprojekt (SO vom 19.10.2020)
      • Finanzinfra LAAX, Brigels / Andiast, usw.
      • uvm.
  • Lässt der Klimawandel in Zukunft Beschneiung noch zu?
    • Ja, es gibt lt. Prognosen noch genug Kältefenster zum beschneien. Diese Kältefenster werden jedoch kürzer, deswegen benötigt es leistungsstarke Beschneiungsanlagen und genug Wasserspeicher.
  • Gibt es eine Alternativnutzung der Investitionen?
    • Ja. Bei den Investitionen handelt es sich um extrem langlebige Infrastrukturen (z.B. See, Leitungssystem, Pumpstationen). Diese Infrastruktur kann auch in vielen Jahren für verschiedenste Zwecke genutzt werden, wie z.B. zur Energieproduktion, als Wasserspeicher bei Trockenheit, als Trinkwasserreserve im Falle von anderweitigen Verschmutzungen, als Löschwasserbecken für Grossbränden, Wasserversorgung der Tiere auf den Alpen etc.).
  • Welche Bedeutung hat das Projekt für die Gastronomen und Haus- und Wohnungsbesitzer?
    • Eine sehr grosse! Das Beschneiungsprojekt ist für die Sicherstellung des Winterbetriebes zwingend notwendig. Kann es umgesetzt werden, bedeutet dies die Fortführung des Pizols als Winterberg. Dies ist gleichbedeutend mit einer Werterhaltung des Grundeigentums am Berg. Ohne Winterbetrieb würden die Hotels, Häuser und Wohnungen massiv an Wert verlieren.

Feststellungen der Pizolbahnen AG

  1. Stillstand = Rückschritt
  2. Kein gesichertes Weihnachtsgeschäft (verlorener Umsatz kann nicht mehr geholt werden)
  3. Sinkende Glaubwürdigkeit als Skiberg
  4. Schleichende Abwanderung Gäste
  5. Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Gebieten
  6. Negative Auswirkungen auf Abo-Verkauf
  7. Wenig Raum für Perspektive
  8. Zunehmend Liquiditätsprobleme und Unsicherheiten mit Auswirkung auf die Rekrutierung von gut ausgebildetem Personal
  9. Mit einem reinen Sommer- oder Fussgängerbetrieb könnte die bestehende Infrastruktur auch nicht finanziert oder erneuert werden.
  10. ….